Audio-Equipment für Online-Spiele

  • Moin Moin


    Es ist bald Weihnachten und ich bin am überlegen, ob ich mein Headset bzw. den Soundchip etwas pimpen könnte. Aktuell nutze ich ein Sennheiser PC 151 an dem Onboard Chip meines Z77-Mainboards. (Chip ist ein Intel Series 7 C210, welcher irgendwie automagisch auch ein Realtek ALC887 Codec sein soll.) Weiterhin angeschlossen ist ein Paar microlab SOLO6C 2-Wege-Aktivboxen.


    Im Prinzip bin ich mit dem Sound, dem Headset und den Boxen ganz zufrieden. Was mich ein wenig nervt ist, dass andere beim Spielen von Arma 3 Helis oder Fahrzeuge schon hören lange bevor ich diese hören kann. Da stelle ich mir die Frage, ob ich mit einer dedizierten Soundkarte und / oder einem besseren Kopfhörer nicht noch viel zufriedener sein könnte. Dabei geht es mir eigentlich nur ums Zocken, ich höre ansonsten nur nebenbei ein paar mp3s, oggs oder auch flacs, aber nichts audiophiles.


    Problem 1: Ich habe auf meinem Mainboard keinen Platz für eine PCIe-Soundkarte. Es hat zwei PCIe x1 Slots, beide direkt neben der Grafikkarte, welche bereits einen dieser Slots abdeckt. Stecke ich eine Karte in den zweiten Slot, blockiert diese die Grafikkartenlüfter. Und jetzt noch eine PCI (ohne Express)-Karte zu kaufen kommt mir nicht sinnvoll vor.


    Problem 2: Ich nutze neben Windows 7 auch Linux, brauche also eine Lösung, die möglichst ohne Treiber auskommt, oder für die es Linux-Treiber gibt. Das schließt die meisten USB-Soundkarten (von Asus oder Creative) mehr oder weniger aus.


    Problem 3: Gelesen habe ich dann von USB-Kopfhörerverstärkern, die ohne Treiber auskommen und gut und günstig auch sehr gute Kopfhörer ausreizen können sollen, z.B. der Fiio E10 Olympus. Die haben aber keinen Mikrofoneingang.


    Das bringt mich zur wunderbaren Welt der USB Audio Interfaces aus dem home recording Bereich. Beispiele: Steinberg UR22, Focusrite Scarlet 2i2 oder ESI Maya 44 USB. Die sollen meist auch unter Linux laufen, unter Windows sowieso. Die bringen nicht die Treiber einer Gamersoundkarte mit den vielen Einstellmöglichkeiten, aber das ist wohl durchaus auch ein Vorteil (sprich: miese Treiber bei Creative, Asus). Sie haben tolle Mikrofonvorverstärker und auch Kopfhörerausgänge. Ich kann aber nach all dem Lesen immer noch nicht einschätzen, ob sie (immer) auch Kopfhörerverstärker und gute Digital-Analog-Wandler haben, da ihre Aufgabe ja eigentlich die Analog-Digital-Wandlung ist und der Kopfhörerausgang vieleicht nur zum Kontollieren benutzt wird, ob da überhaupt Eingangssignale vorliegen, vieleicht auf einem Niveau weit unter meinem Onboard-Soundchip.


    Hat einer von euch Erfahrungen mit solchen USB Audio Interfaces?


    Dann wäre da noch die Frage nach dem Kopfhörer. Mir hat im Hifi-Studio ein beyerdynamics DT 880 sehr gut gefallen, der ist aber halboffen, also eher ungeeignet für Online-Spiele bei gleichzeitiger Verwendung eines Mikros. Die geschlossenen DT 770 Pro waren für mich kaum schlechter und dabei nur gut halb so teuer. Und was nimmt man für ein Mikro? Reicht ein Ansteck-Dingens für 10 Euro (z.B. Zalman ZM-MIC1) für Teamspeak aus, oder nimt man ein einfaches Bühnenmikrofon (wenn man denn ein Audio Interface verwendet). Die beyerdynamics gibt es meist auch als Varianten mit Mikro, kosten dann aber immer gleich über 100 Euro mehr als die Varianten ohne.


    Zur Wahl hätte ich also eine Kombination aus folgenden Gruppen:


    Soundkarte: Onboardsound (ALC887, soll besser sein als günstige dedizierte Karten), Asus Xonar U7, Fiio E10, USB Audio Interface (z.B. Steinberg UR22)


    Kopfhörer: Headset Sennheiser PC151, beyerdynamics DT 770 Pro


    Mikro: ZM-MIC1 über Tischmikros über Bühnen- oder Gesangsmikros (falls kein Headset)


    Welche Kombination wäre deutlich besser als die, die ich jetzt schon habe? Was nutzt ihr für Kopfhörer, Mikros, Soundkarten? Reicht schon ein Fiio E10 für den Sennheiser PC151, um einen deutlich besseren Sound zu bekommen? Wären die DT 770 Pro am Onboardsound reine Verschendung? Und höre ich die Helis in Arma 3 damit auch wirklich etwas früher? Ausgeben könnte ich bis zu 400 Euro, aber es soll dann auch was bringen.


    Viele Grüße,
    Stephan

  • Hey Stephan,


    so wie ich das sehe hast du dir das meiste ja schon angelesen.
    Allerdings kann ich aus dem was ich bisher hörte nur von USB Lösungen abraten, da man schon sehr viel investieren muss um adäquaten Sound zu erreichen.
    http://www.usbsoundkarte.com/5-1-usb-soundkarte/


    Ich würde dir empfehlen, ob nicht doch eine Asus Xonar D1 oder DX neben deine GraKa passt.
    http://www.hardwareluxx.de/com…r-soundkarten-500314.html
    http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=784737
    http://www.alsa-project.org/main/index.php/Main_Page


    Zusammen mit einem deiner beiden vorgeschlagenen Headsets (Beyerdynamic) solltest du ein super Gespann haben.
    Allein mit dem Mikrophon bin ich überfragt, da ich bisher nicht von den Sennheiser Headsets weggekommen bin.
    Aber so wie es scheint, soll schon das Zalman Mikro ausreichend sein:
    http://www.hardwareluxx.de/com…nd-kopfhoerer-883913.html


    Ich kann dir aber folgendes Forum sehr ans Herz legen:
    http://www.hifi-forum.de/viewforum-54.html


    Neben dem Hardwarluxx Forum wirst du dort wohl die beste Beratung bekommen. Sollte eine Xonar D1 oder DX defintiv nicht Frage kommen, poste deinen Post am besten nochmal dort.

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von boggler ()

  • Ja, lesen, lesen, lesen, das Informieren vor der Anschaffung, die Jagd nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das ist oft schon der halbe Spaß, den man an seinem neuen Spielzug haben wird. +-+


    Besonders informativ fand ich den folgenden Thread: http://www.overclock.net/t/123…k-alc898-vs-asus-xonar-dx
    Fazit: das ist wie Religion; es gibt die wissenschaftliche, nüchterne Betrachtung (kaum ein menschliches Ohr ist geeignet, den messtechnisch zu beobachtenen Unterschied zwischen mittel- und hochpreisiger Hardware zu hören) und auf der anderen Seite das, was die Leute gerne glauben möchten ("Meine Jagdbeute ist das Beste seit der Erfindung von geschnittenem Brot!").


    Deine Links werde ich mir auch noch anschauen, Danke, boggler. Gleich will ich aber lieber zocken.


    Birdinator, deinen Beitrag hatte vorher auch gesehen. Du hast natürlich recht, aber wenn ich zehn Meinungen von acht Experten gelesen habe, dann höre ich mir gerne an, was Bekannte dazu sagen.


    Von den USB Audio Interfaces bin ich jetzt eher weg. Erstens will ich nichts aufnehmen (von so'n bisschen Teamspeak mal abgesehen) sondern abhören, zum anderen geht es ums Zocken. Die teuren Geräte zum Musik hören haben wahrscheinlich schon einen besseren Klang, aber dafür meist keine Unterstützung von surround sound, was mir beim Spielen viel wichtiger ist.


    Aktuell denke ich an eine einfache xonar dg (für einen pci-slot weit weg von der GraKa). Wahrscheinlich ist die vom Klang her nicht besser als mein onboard-Sound, hat aber eine bessere surround sound Unterstüzung und eine Kopfhörerverstärker. Und wenn das gut läuft, hole ich mir wohl einen DT 770 PRO mit 80 Ohm. Aber noch ist nichts in trockenen Tüchern, die Jagd geht weiter.


    Eine Frage noch an euch; spielt einer von euch mit (halb-)offenen Kopfhörern und einem Tisch- oder Ansteckmikro (das also nicht direkt vor dem Mund sitzt)? Habt ihr dann Probleme, dass das Mikro auch den Sound vom Kopfhörer auffängt? Oder ist das kein Problem?


    Gruß,
    Stephan

  • Eine Frage noch an euch; spielt einer von euch mit (halb-)offenen Kopfhörern und einem Tisch- oder Ansteckmikro (das also nicht direkt vor dem Mund sitzt)? Habt ihr dann Probleme, dass das Mikro auch den Sound vom Kopfhörer auffängt? Oder ist das kein Problem?


    Abgesehen davon, dass der Beyerdynamic 770 geschlossen ist, bezieht sich das halboffen ja in erster Linie darauf was du von der Außenwelt noch mitbekommst, wenn das Headset aufsitzt. Selbst bei halbgeschlossenen Headsets sollte also das Mirko nur Sound auffangen wenn du in einer gesundheitsschädlichen Lautstärke hörst.


    Bevor du aber den 80 Ohm Kopfhörer kaufst, solltest du abklären, ob der Treiber die 80 Ohm wirklich unterstützt.


    Abgesehen davon bin ich wirklich neugierig, da ich mein Headset auch schon seit längerem ersetzen will, aber nicht willig bin das Beyerdynamic Headset für mehr als 300€ zu kaufen.

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  • Die Frage nach dem Tischmikro und den offenen Kopfhörern kommt daher, dass mir der DT 880 Edition schon noch etwas mehr gefällt als der DT 770 Pro, sowohl vom Probehören her als auch von den Beiträgen, die ich so lese. Etwas geholfen hat mir dabei der ewig lange Thread bei hardwareluxx, den boggler verlinkt hat. Sehr informativ war auch ein Link daraus auf eine Seite bei beyerdynamic: http://gaming.beyerdynamic.de/…php?id=spot-on-technology, wo ein paar technische Hintergründe über Surround Sound im Allgemeinen und speziell bei Kopfhörern beschreiben werden.


    Die Argumentation läuft dann wie folgt :


    - Gute Stereo-Kopfhörer (ab jetzt Kh) mit "breiter Bühne" (die in der Regel offen sind) eigenen sich besser für die Lokalisation von Klangquellen als basslastige Kh (geschlossene Kh sind eher basslastig).
    - Einige Leute mit guten Stereo-Kh empfinden reinen Stereo-Sound besser geeignet für die Lokalisation als durch Surround-Simulation aufgepeppten Sound (Dolby Headphone etc.).
    - Besonders gute Kh sollen für ein gutes Ergebnis viel wichtiger sein als besonders gute DACs und Verstärker.
    - Einfache Soundkarten, DACs oder Verstärker sollen heutzutage bereits hinreichend gut sein, viel teurere Geräte oft nur wenig besser.
    - Mein Onboardsound soll schon recht gut sein, zumindest bei Stereo.
    - Ich fange also mit einem 250 Ohm DT 880 Edition an, angeschlossen an meinen Onboard-Sound.
    - Wenn das nicht reicht, weil z.B. die Impedanz zu hoch für den Onboard-Sound ist, kann ich in beliebiger Reihenfolge eine günstige Soundkarte und einen Kh-Verstärker dazu tun. (Ein separater Kh-Verstärker müsste ein analoger sein, falls ich Wert auf eine Surround-Simulation der Soundkarte lege.) Eine günstige Kombination wäre die Xonar DG.


    Jetzt nochmal zu dem Tischmikro: beim Probehören stand ich so vor der Wand mit den etwa 20 angeschlossenen Kopfhörern und konnte ohne Kopfhörer noch deutlich die Musik hören, die ich mir gerade mit Kopfhörer angehört habe (in Zimmerlautstärke, nichts gesundheitsschädliches). Ein offener DT 990 klingt neben dem Kopf gehalten fast so laut wie aufgesetzt, selbst wenn man die Ohrmuscheln mit den Händen abdeckt. Bei dem geschlossenen DT 770 ist zwar auch noch was zu hören, aber halt viel leiser. Deshalb bin ich besorgt, dass ein Tischmikro, dass meine Stimme auffangen soll, auch die Geräusche aus einem offenen Kh auffängt, zumal ja zwischen Mund und Kopfhörermuscheln nur wenig Abstand liegt. Da hilft dann auch ein Mikro mit Nierencharakteristik nicht mehr viel, obwohl das das Geklapper der Tastatur wohl gut wegfiltern kann. Andererseits habe ich noch in keinem Thread von solchen Problemen gelesen, obwohl viele Leute offene Kopfhörer und Ansteckmikros verwenden.

  • Mal ein Zwischenstand: ich habe inzwischen eine Asus Xonar DG PCI sowie ein Zalman ZM-MIC1 bestellt und erhalten.


    Zur Soundkarte:


    1. Ich habe inzwischen gelernt, dass ich eine PCIe x1-Karte (also ein PCI express 1-fach-Anschluss) problemlos auch ein meinen zweiten PCIe x16-Anschluss auf dem Bord hätte anschließen können. Da der wohl für eine zweite GraKa konzipiert ist, ist er ausreichend weit von der ersten GraKa entfernt. Nun gut.


    2. Der Treiber ließ sich problemlos installieren und die Karte läuft. Ich habe ein wenig mit den Surround-Sound-Einstellungen rumgespielt (z.B. Dolby Headphone) und muss sagen, dass ich schon mit den Sennheiser PC 151 bei Arma 3 Geräusche am besten dann lokalisieren konnte, wenn ich bei den einfachen Stereo-HiFi-Einstellungen blieb. Nun gut.


    3. Unter Linux wird die Karte zwar einfach erkannt und läuft, allerdings werden die Frontanschlüsse seit einiger Zeit nicht mehr unterstützt. Wer weiß, wann das wieder geht, siehe dazu https://bugs.launchpad.net/ubu…e/alsa-driver/+bug/919809 Ist im Moment kein Beinbruch, da ich Kopfhörer/Mikro nur unter Windows nutze, aber.. nun gut.


    4. Zur Soundqualität: ich habe noch keinen direkten Vergleich zwischen Onboard-Sound und Soundkarte beim Spielen oder Musikhören gemacht (bei Stereo-Einstellungen), würde aber sagen, dass ich nach mehreren Stunden Musik hören und Spielen zumindest keine gewaltige Überlegenheit der Soundkarte feststellen konnte. Vieleicht würde ich es jetzt hören, sollte ich zu Onbord-Sound zurück wechseln. Es ist ja auch eine günstige Karte. Sobald ich den Kopfhörer habe (bin schon fast festgelegt auf DT 990 Pro 250 Ohm) werde ich das auch noch probieren. Hier hilft dann wohl zumindest der Kopfhörerverstärker der Xonar DG zu besseren Ergebnissen. Sollte ich mir (z.B. nächstes Weihnachten) aber einen externen Kopfhörerverstärker wie z.B. den Matrix M-Stage (mit oder ohne USB) holen, fliegt die Xonar wohl wieder raus. (Guter HD-) Onboard-Sound rules!!!


    Zum Mikro:


    1. Das Zalman ZM-MIC1 funktioniert einigermaßen zufriedenstellen, wenn man es dicht neben den Mund hält, ist aber
    selbst dann noch dumpfer als des Mikro des Sennheiser PC 151. Bei Versuchen, das Mikro in etwa 40cm Abstand auf dem Tisch zu betreiben, wurden die Aufnahmen dann sehr dumpf und leise, selbst bei maximaler Vertärkung. Nebengeräsche waren dann natürlich auch reichlich vorhanden (Tastatur oder Boxen als Versuch, einen offenen Kopfhörer zu simulieren).


    2. Ich habe mal ein Gesangsmikrofon (Shure PG58) mit einem guten Mikrofonverstärker an den PC angeschlossen. Wenn ich direkt reinspreche, ist die Soundqualität toll, aber auch hier ist ein Abstand von 40cm tödlich. Zu leise, zu viele Nebengeräusche in der Aufnahme. Da kann ich es wohl auch bleiben lassen, ein USB-Mikro mit Spinne und Galgen auf den Tisch zu stellen. (z.B. the t.bone SC 440 USB oder Auna MIC-900B)


    3. Von der Idee, ein nicht am Kopf befestigtes Mikro zu nehmen, muss ich mich wohl verabschieden. Momentan gedenke ich, mit ein paar Metern Modellier-Draht eine Kopfhörerbefestigung und einen Schwanenhals für das ZM-MIC1 zu basteln, damit ich es optimal positionieren kann.


    Wenn ich dann eh ein Headset-Mikro nutzen muss, kann ich auch einen offenen Kopfhörer nehmen. Beim letzten Hörtest wurde mir bewusst, dass die geschlossenen Kopfhörer deutlich weniger Luft an die Ohren lassen (Loriot: Ach!), und dass das für mich ein wichtiger Nachteil ist. Deshalb hole ich mir wohl doch einen DT 990 Pro. Ist günstiger als der DT880 oder DT990Edition, ohne dabei Abstriche beim Klang zu machen und macht mehr "Fun" (angeblich, siehe die vielen Foren-Diskussionen dazu).


    Stay tuned.


    P.S. Man mag sich über meinen Monolog in diesem Thread wundern. Zur Entschuldigung muss ich sagen, dass ich viel Feedback hierzu mündlich beim Spielen bekomme. Vielen Dank dafür. :thumbsup:

  • Ich möchte mich aber sehr für deinen Monolog bedanken.
    Zusätzlich zu den Gesprächen die wir im TS geführt haben, hat mir dein Monolog doch sehr in der Entscheidung geholfen mich jetzt für ein Headset statt HiFi-Kopfhörern zu entscheiden.
    Musik höre ich eh eher über das Edifier System oder über meine Philips Fidelios.


    Beim Gaming ist es mir aber wichtig, dass man mich einerseits versteht und die anderen nicht unter Lautstärkespitzen zu leiden haben.
    Man hört deutliche Unterschiede zwischen Stephan, Crusi, Birdy, Erik und Misfits.


    Ich werde mich nun zwischen dem Beyerdynamic Custom One


    oder


    dem Sennheiser Game Zero entscheiden.


    Es sei denn ich find noch ein besseres Headset in der Preisregion.

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  • OK, ich habe jetzt seit knapp 2 Wochen einen Beyerdynamic DT 990 Pro mit 250 Ohm, angeschlossen an der Xonar DG. Dazu ein Edutige ETM-001 Mini-Mikrofon, dass ich per Klinken-Verlängerungskabel mit dem PC verbunden und auf dem Tisch an der Schreibtischlampe befestigt habe. Damit kann ich prima spielen, Musik hören und mich über Teamspeak verständlich machen.


    Das Mikro ist deutlich empfindlicher als das Zalman ZM-MIC1 oder auch ein Headset-Mikro, was es mir erlaubt, es nicht direkt vor meinem Mund zu befestigen, sondern mit einem Abstand von etwa 40cm zu betreiben. Dabei fängt es auch Nebengeräusche wie Tastaturklappern gut auf, aber die Geräusche sind dann i.d.R. unterhalb der Auslöse-Schwelle der Voice-Activation bei Teamspeak. Gleiches gilt für die Geräusche, die aus dem offenen Kopfhörer kommen. Direkt hineingesprochen ist der Klang glasklar. Bei 40cm Abstand ist es schlechter, aber noch sehr OK. Man hört aber den Raumhall, weshalb gewisse Experten mir jetzt sagen können, wo ich in einem wie großen Zimmer sitze (wirklich) und wie lang die Schlaufen meines Teppichs sind (OK, das war übertrieben). :huhub:


    Ich habe heute einen Soundvergleich zwischen dem Onboard-Chip und der Xonar DG gemacht. Einige Musikstücke im FLAC-Format sowie die Anfangssequenz der Singleplayer-Kampagne von Arma 3. Die Musik klingt toll, die Geräusche in Arma (Automechaniker links, erst kreisender, dann landener Hubschrauber vorne und rechts ein Paar sich unterhaltene Soldaten) sind gut lokalisierbar (HiFi-Stereo-Einstellungen, mit Dolby Headphone oder anderen Effekten wird es eher schwammig). Ich konnte nur an einer einzigen Stelle einen Unterschied ausmachen; bevor die Mission richtig startet wird kurz ein Zitat eingeblendet, während im Hintergrund schon der Heli ankommt. Mit eingestellter Kopfhörerverstärkung der Xonar DG höre ich nicht nur das Wummern, sondern spüre es auch. Ohne Verstärkung (bei gleicher Lautstärke) oder mit dem Onboardsound fehlt dieser Effekt. Sicher habe ich dieses spürbare Wummern auch bei vielen anderen Gelegenheiten bei Arma oder bass-lastiger Musik, und es macht das Sound-Erlebnis besser, aber einen bewussten Unterschied konnte ich heute nur an dieser Stelle wahrnehmen.


    Den Soundvergleich heute habe ich nur mit dem DT990 gemacht. Letzte Woche habe ich aber mehrmals zwischen DT990 und dem Sennheiser PC 151 gewechselt. Akustisch kann ich keinen Unterschied feststellen. Der ohrumschließende DT990 ist bequemer als der aufliegende PC151, und wenn man bei langen Spieleabenden nebenbei was trinken oder naschen möchte stört ein Headsetmikro. Der DT990 ist kein Plastikkram und hält wohl deutlich länger als das PC151, aber das hat nach gut einem Jahr auch noch keinerlei Macken.


    Hat sich der Wechsel von Sennheiser PC151 und Onboard-Sound Realtek ALC 887 (HD Audio) auf beyerdynamic DT990, Asus Xonar DG und gutes Mini-Micro für insgesamt etwa 250 Euro also gelohnt?


    Akustisch: Nicht die Bohne. Kein Stück. Zumindest nicht für mich und meine Ohren. Messgeräte oder bessere Ohren mögen das anders sehen hören. Für mich war das ein Reinfall.


    Nachhaltigkeit und Komfort: Das ist besser geworden. Aber auch nur, wenn ich die schlechtere Verständlichkeit im Teamspeak und den großen Lautstärkeunterschied zwischen Kopfhörer und Boxen (ich muss bei jedem Wechsel die Lautstärke anpassen) ignoriere. Aber ich ringe um jeden Pluspunkt. Vermutlich halten Kopfhörer und Micro vier mal so lange wie das Headset, womit der Preisunterschied dann ausgeglichen wäre, aber das muss sich erst noch zeigen. Außerdem hat sich das Ikea-Prinzip (Schnell kaputt, billig neu gekauft) ja auch gegen die Eichenschrankwand (die hatte meine Oma schon, die ist quasi unzerstörbar und alle 30 Jahre auch modern) durchgesetzt.


    Und sonst so? Ich war lange mit dem Thema beschäftigt (Thema 'Gute Jagd'). Ich habe viel gelernt und versucht, das hier auch weiter zu geben. Das ist ja auch was Wert. Auch wenn sich akustisch kaum etwas verbessert hat, war es für mich insgesamt kein Reinfall. Es hätte nur einfach nicht sein müssen.


    Davon ab muss wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen, weil auch jeder unterschiedliche Anforderungen hat. Ich kann z.B. keinen Vorschlag für ein gutes Headset machen, wie boggler es gerade sucht. Ich kann nur sagen, dass das PC 151 für den Preis wohl ganz in Ordnung ist und akustisch mit viel teureren Kopfhörern mithalten kann. Und das so gelobte Zalman ZM-MIC1 ist billig beim Preis, bei der Verarbeitung und bei der Soundqualität (also keine Empfehlung von mir, es sei denn, man braucht genau so etwas). In diesem Sinne, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, dieser Thread kann jetzt gelöscht werden. hfdhdfh

  • Der Thread wird ganz sicher nicht gelöscht sondern höchstens eingerahmt und archiviert, da es sehr informativ ist und in Zukunft sicher einigen in ihrer Kaufentscheidung helfen wird.

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    Berlin kann jeder, Ruhrpott muss man wollen.

  • OK, doch noch ein kleiner Nachtrag zum Mikro. Die "an der Schreibtischlampe"-Lösung war wirklich suboptimal, zumindest von der Soundqualität her. Mir ist auch keine gute Lösung eingefallen, es am Kopfhörer zu befestigen. Darum habe ich das Mini-Mikro bzw. das Klinkenverlängerungskabel mit Blumen- und Modelierdraht zu einem kleinen Schwanenhals geformt, es zur Stabilisierung auf ein kleines Stück Holz genagelt und mit einem alten Schlüsselband um den Hals gehängt. Dabei hilft Klettband bei der Feinjustage. Jetzt ist das Mikro immer dicht vor meinem Mund, aber unabhängig vom Kopfhörer und auch ziemlich bequem. Sieht etwa wie eine der Uhr-Ketten von Public Enemy aus, nur ohne das ganze Gold dabei und noch viel häßlicher. Aber wir machen ja auch keine Video-Konferenzen, sondern labern nur, und im Teamspeak waren jetzt alle begeistert von der Soundqualität. Mikroverstärkung raus, Pegel auf 60%, das Ding hat noch jede Menge Luft nach oben. So soll es sein.


    Und noch ein kleiner Nachtrag zu meinen Aussagen von (nicht vorhandenen) Qualitätsunterschieden zwischen verschiedenen Kopfhörern oder Soundkarten. Vergesst alles, was ich dazu gesagt habe, man darf mich jetzt offiziell als "taub" bezeichnen. Ich hatte den Ausgang der Xonar an einen alten Hifi-Receiver angeschlossen und den DT990 zwischen Soundkarte (Frontpanel) und Receiver hin und her gewechselt und war mir fast sicher, dazwischen einen kleinen Unterschied zu hören. Zur Kontrolle meine Tochter gefragt, die sich auch beides ein mal angehört hat. Nach 5 Sekunden hieß es dann "Boah, klingt die Soundkarte mies. Ist ja nur Lärm, wo man beim Receiver richtige klare Töne hört. Riesen Unterschied!" Äh, ja. Soviel zu meinem Gehör. ;(


    Mit der Anschaffung eines DAC mit Kopfhörerverstärker als Ersatz für die Soundkarte (z.B. Matrix M-Stage HPA-2 oder Teac UD-H01 im Preisbereich 300 Euro) würde sich die Soundqualität also erheblich verbessern, aber ich würde es nicht einmal merken. Das werde ich also sein lassen.


    Zumindest bis zur nächsten Weihnacht. :D

  • hmmm hat kinder und hört nix mehr --> bist du alt oder wirst du es gerade XD :thumbsup:


    spass beiseite - ich hör zu wenig musik am rechner oder überhaupt um mich damit überhaupt auseinanderzusetzen. Aber! ich merke schon einen unterschied, ob ich sound/musik/töne über das headset direkt über den klinkenstecker am rechner höre oder aber ob ich über die standboxen und verstärker höre (auch klinkensteckerausgang am rechner).
    ich hab das gefühl die headsets schlucken ganz ordentlich was weg und fühle mich dann irgendwie immer "komisch" wenn ich dann mal über boxen höre.....und selbst über die standboxen vermute ich mal wird die quali noch mies sein weil meine pc kiste ja nur eine welche onboard lösung beinhaltet und auch der verstärker eher ne "behelfslösung" für die grossen boxen ist.
    aber lautes bumm bumm geht wegen meiner maunzelbärchen eh nicht ^^